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Msumaris



Über den Basenji

Den Rassestandard des Basenjis will ich nicht explizit ausführen – hierüber kann man sich auf diversen Seiten zur Genüge informieren, z.B. auch auf unserer klubeigenen Seite www.basenji-klub.org

Stattdessen findet man hier einige Tipps und Tricks im Umgang mit dem Basenji, Erfahrungen, die ich seit 1995 im Zusammenleben mit dieser wundervollen Rasse gemacht habe. Dies alles sind meine persönlichen Erfahrungen, sie haben keinen „wissenschaftlich fundierten“ Hintergrund.

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Der Basenji ist eine seltene, wunderschöne, ursprüngliche, intelligente und faszinierende Rasse, und ich bin jeden Tag aufs Neue fasziniert von meinen Hunden, bzw von der Rasse!
Aber ich bin auch immer mal wieder genervt von ihrer Sturheit, was den Gehorsam angeht, ihrem unbändigen Jagdtrieb und ihrem Dominanzgehabe!
Ein Basenji ist mit all seinen Eigenheiten und Besonderheiten bestimmt nicht der Hund für jedermann, da sie - im Gegensatz zu vielen anderen Hunden - noch nicht so lange für das Zusammenleben mit dem Menschen gezüchtet werden.
Sie haben sich sehr viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt, und sie verzeihen Fehler im Umgang mit ihnen nicht so leicht, wie andere Rassen!

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Der Basenji - der besondere Hund für den besonderen Menschen

So oder so ähnlich hört und liest man immer über den Basenji...
Dann will ich mal - aus meiner Sicht - ein bisschen über diesen "besonderen Hund" berichten:


Besonders gut sozialisieren...
sollte man einen Basenji, sonst wird er oft sehr unverträglich gegenüber Mensch und Tier!
Ich kenne einige Basenjis, die sich von Fremden nicht anfassen lassen und gänzlich unverträglich anderen Hunden gegenüber sind!
Es kommt leider auch immer wieder vor, daß Basenjis ihre eigenen Besitzer beissen, wenn die Bindung zu ihnen nicht optimal ist, und wenn grundlegende Fehler im Umgang mit ihnen gemacht werden!
Der Basenji ist von Natur aus Fremden und Fremdem gegenüber zurückhaltend - dieser
Charaktereigenschaft gilt es von klein auf, z.B. durch Welpenschule , und viel Kontakt zu anderen Menschen und Hunden entgegenzuwirken!

Besonders gut auslasten...
sollte man einen Basenji!
Zum Einen am Besten durch besonders lange, abwechslungsreiche Spaziergänge, mindestens 2-3 x am Tag mit einer Dauer von insgesamt 2-3 Stunden!
8 Gassi am Tag, nur mal kurz 10 Minuten um die Ecke lasten einen Basenji nicht aus!
Wenn möglich sollte die Spaziergänge mit Freilauf sein, oder zumindest an der Flexi oder an der langen Schleppleine, damit man dem Bewegungsdrang eines Basenji gerecht werden kann!
Zum Anderen sollte man den Basenji z.B. durch Versteckspiele, Tricks, Ballspiele o.ä. fordern.
Ein Basenji läuft auch gerne mit am Fahrrad, oder man geht mit ihm inlinern.
Dieser energiegeladene, intelligente Hund muß tagtäglich körperlich wie geistig - gefordert werden! Ein unausgelasteter Basenji neigt zu Zerstörungswut, um seine überschüssigen Energien abzubauen!

Besonders gut erziehen...
muß man einen Basenji, will man ihn - und das auch nur an besonders sicheren Stellen - ohne Leine laufen lassen! Tut man dies nicht, wird man diesen besonderen Hund ein Leben lang an der Leine führen müssen, ist die Gefahr doch einfach zu groß, daß er davonläuft und überfahren wird!
An der Leine geführt, sind fast alle Basenjis wahre Zerrmonster - immer am Anschlag, was die Leine hergibt. Einem Basenji Leinenführigkeit beizubringen erfordert sehr viel Geduld und Erziehung!

Besonders sensibel...
sollte diese Erziehung aber sein, neigt der Basenji doch dazu, bei ungerechtfertigter Strenge oder zu starker Dominanz total zu zumachen - Druck funktioniert nicht!
Die Erziehung muß besonders liebevoll, besonders fantasievoll aber trotzdem besonders konsequent sein. 
Kadavergehorsam liegt einem Basenji nicht. Wer einen solchen fordert, sollte sich besser eine leichtführigere Rasse anschaffen.

Besonders sturköpfig...
ist der Basenji recht häufig, was sich meist in der Erziehung bemerkbar macht!
Belohnung mittels Spielzeug funktioniert selten, eher noch lässt der Basenji sich durch Leckerlies motivieren. Allerdings pfeift er trotzdem recht häufig auf Belohnung, und geht lieber seinen eigenen, selbstbelohnenden Interessen, wie z.B. Jagen nach!

Besonders ausgeprägt...
ist der Jagdtrieb des Basenji! Seine ursprüngliche Aufgabe bestand darin, zu stöbern und das Wild vor sich her zu treiben. Daher liegt dem Basenji die Jagd im Blut und sie macht ihm sehr viel Spaß. Dadurch lässt sich sein Jagdtrieb auf alles auch nur sehr schwer kontrollieren! Der Verhaltenskomplex der Jagd ist beim Basenji auch noch vollständig erhalten, und kann mit dem Töten der Beute enden!

Besonders aufmerksam...
ist der Basenji immer! Wenn er in der freien Natur unterwegs ist, sieht jede Bewegung, jeden anderen Hund, jede Katze, jeden Vogel, ja jedes Blatt, das vom Baum fällt -  auch in weiter Entfernung! Mit einem Basenji spazieren gehen bedeutet immer, alle Aufmerksamkeit auf die Umgebung und auf den Hund zu richten, um alles vor ihm zu sehen, und rechtzeitig reagieren zu können, vor allem, wenn er ohne Leine läuft!

Besonders schwierig...
ist der Basenji, wenn er auf seinesgleichen trifft! Basenjis bringen ihren Unmut meist sehr lautstark zum Ausdruck, wenn sie auf einen fremden Basenji treffen!
Anderen Hunden hingegen begegnen sie - sofern sie gut sozialisiert wurden - meist mit großer Spielfreude!
Allerdings ordnen sich Basenjis in der Regel nicht so leicht unter, und ein Zusammentreffen mit anderen dominanten Hunden birgt oft Probleme!

Besonders territorial...
verhält sich der Basenji in seinem Revier! Hunde, die sich mit ihm sein Revier/Haus teilen müssen, werden oft inbrünstig gehasst und ein Aufeinandertreffen endet oft mit einer Beisserei - vor allem bei Rüden.

Besonders schreckhaft...
sind viele Basenjis. Allerdings war diese Schreckhaftigkeit, bzw ständige Fluchtbereitschaft für einen Basenji im Busch die einzige Möglichkeit, im harten und gefährlichen Alltag zu überleben! Ein Basenji wird vor etwas Unbekanntem immer eher zurückweichen, als auf Angriff zu gehen.

Besonders ausbruchsicher...
sollte man seinen Garten machen - versucht der Basenji doch stets, Zäune und Hürden zu überwinden, oder sich darunter durchzugraben. Sie sind Sprungkünstler, und sie versuchen mit ihrem ausgeprägten Willen immer, ihr Ziel zu erreichen!

Besonders wärmeliebend...
ist der Basenji! Deshalb ist es auch keine Verhätschelung, wenn man dem Basenji im Winter einen Mantel anzieht - er wird es seinem Besitzer danken! Der Basenji hat nämlich keine Unterwolle, und der Bauch ist nahezu ohne Fell!
Lange Spaziergänge im Winter sind in der Regel kein Problem, solange der Basenji sich gut & schnell bewegen kann. Allerdings wird er sofort anfangen ganz erbärmlich zu zittern, wenn er stehen bleiben muß! Und man braucht es erst gar nicht zu versuchen, einen Basenji im Schnee absitzen zu lassen!
Wenn ein Sonnenplatz oder ein Platz am Ofen zur Verfügung steht, wird man den Basenji dort finden! Er lässt sich in seinem Körbchen auch sehr gerne zudecken bzw schläft gerne in einer Höhle.

Besonders hartnäckig...
ist der Basenji, wenn es darum geht, bei seinen geliebten Besitzern mit im Bett zu schlafen.
Da er extrem wärmeliebend ist und Kontakt zu seinen Menschen über alles liebt, wird er immer wieder versuchen, mit ihnen im Bett zu schlafen. Lassen sie ihm seinen Willen! Ich kenne Basenjibesitzer, die schlafen mit 5 oder mehr Basenjis im Bett!

Besonders hasst...
der Basenji den Regen! Fast alle Basenjis machen auf dem Absatz kehrt, wenn es draußen regnet! In der Regel versucht ein Basenji bei Regen sein Geschäft so schnell wie möglich zu verrichten, um gleich wieder heim ins Trockene zu kommen! Sitz oder Platz funktioniert auch hier nicht! 
Das alles heisst aber nicht, daß Basenjis grundsätzlich wasserscheu sind - es gibt durchaus ein paar Basenjis die gerne schwimmen.

Besonders sauber...
ist der Basenji! Sein kurzes Fell hat keinen typischen Hundegeruch - auch bei Nässe nicht! Der Basenji ist sehr reinlich und putzt sich oft wie eine Katze! Selbstverständlich haart auch der Basenji ein bisschen - durch die fehlende Unterwolle allerdings nicht so stark, wie andere Hunde.

Besonders laut...
ist der Basenji nicht, kann er doch als Ur-Hund nicht bellen. Allerdings ist er nicht stumm!
Er knurrt & winselt wie jeder andere Hund, hat aber auch ein großes Repertoire an ganz besonderen Lauten, die man als "Jodeln" bezeichnet.

Besonders zickig...
sind Basenjihündinnen vor, während und nach der Läufigkeit! Basenjihündinnen werden normalerweise nur einmal im Jahr, in der Regel im Herbst läufig. Gelegentlich gibt es Sommerläufigkeiten - diese sind aber die Ausnahme. 
In der Zeit der Läufigkeit sind die Hündinnen auf der einen Seite sehr viel ruhiger, verschmuster, folgsamer und verfressener als normalerweise, auf der anderen Seite aber auch sehr viel zickiger gegenüber anderen Hunden - auch im eigenen Rudel!
Rüden, vor allem Deckrüden, sind in dieser Zeit oft unausstehlich und fressen schlechter!

Besonders zwiespältig...

bin ich, was das Zusammenleben von Säuglingen und kleinen Kindern mit Basenjis angeht!
Ein Basenji braucht sehr viel Zuwendung und Zeit, die meines Erachtens oft nicht in genügendem Maße vorhanden ist, wenn kleine Kinder im Haushalt leben.
Außerdem haben Basenjis oft Probleme mit den unkoordinierten Bewegungen von Kleinkindern und Säuglingen, und fühlen sich bedroht. Größere Kinder sind in der Regel kein Problem, kann man ihnen doch die Besonderheiten der Rasse nahebringen.

Besonders langlebig...
sind Basenjis. Sie sind Ur-Hunde und in der Regel sehr gesund. Ein Basenji kann leicht über 15 Jahre alt werden. Dies sollte man immer Bedenken, wenn man sich für einen Basenji entscheidet. Basenjis sind bis ins hohe Alter sehr fit und agil!

Besonders gerne...
fetzt der Basenji auf der Hunderennbahn oder beim Coursing dem künstlichen Hasen hinterher. Wer einmal den glücklichen Ausdruck seines Basenjis nach einer Rennrunde gesehen hat, wird seinem Liebling diesen Spaß immer wieder gönnen.

Besonders ungerne...
werden Basenjis für längere Zeit alleine gelassen! Wer einen Fulltime-Job hat, und seinen Hund nicht mitnehmen kann, sollte davon Abstand nehmen, sich einen Hund - egal welche Rasse - anzuschaffen! Wird ein Basenji genügend ausgelastet, dann kann er auch für kurze Zeit alleine gelassen werden, aber nie für einen ganzen Tag!

Besonders schwer...
fällt es mir persönlich, meine Basenjis - und sei es auch nur für einen Tag - in fremde, oder auch vertraute Obhut zu geben! Ich habe immer ein komisches Gefühl und vermisse sie schon von der ersten Minute an schrecklich!
Mein/unser Leben ist vollends auf die Hunde ausgerichtet! Wir gehen nur dort essen, wo die Hunde erlaubt sind, unser Haus ist voller Hundekörbchen, sie gehen mit mir zur Arbeit, wir planen unseren Urlaub mit den Hunden, wir lieben sie ganz einfach!!!



Der besondere Mensch, der sich nun über all diese Besonderheiten im Klaren ist und ihnen Rechnung tragen kann, wird in einem Basenji einen idealen Begleiter finden!
Dieser lebenslustige, vitale, intelligente, sensible, tolle kleine Hund ist dann eine absolute Bereicherung - aber auch Herausforderung - für einen Hundeliebhaber!!!

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Im Folgenden werde ich nun auf einige Schwerpunkte, die mir sehr wichtig sind, noch etwas näher eingehen!

Thema Sozialisierung              

Die Sozialisierung des Basenji ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Themen überhaupt!

 

Der Basenji ist von Natur aus Fremden und Fremdem gegenüber zurückhaltend!
Er ist als typischer Urhund nicht so gut wie andere Hunde an ein Leben in unserer Gesellschaft angepasst ist, sondern doch noch eher an ein Leben und Überleben in der afrikanischen Wildnis.

Allerdings werden bei einem Basenji, wie bei jedem anderen Hund auch, die Grundlagen für sein späteres Wesen schon in der Aufzucht, Prägung, Sozialisation und Erziehung des Hundes im Welpenalter, d.h. beim Züchter gelegt.
Lässt sich zum Beispiel die Mutterhündin von fremden Personen anfassen und reagiert positiv auf Kinder, wird auch ein Welpe relaxt mit diesen Situationen umgehen. Werden bei einem Basenjiwelpen von klein an die Krallen geschnitten, wird mit ihm Auto gefahren, die Ohren geputzt, ins Mäulchen geschaut, auf den Tisch gestellt, um ihn herum Staub gesaugt,  Musik gespielt ect.pp, dann gewöhnt sich der Welpe sehr schnell daran und  gerät nicht in Panik, wenn er in solche Situationen kommt.

 

Allerdings ist es einem Züchter natürlich nicht möglich, einen kleinen Basenji auf jede erdenkliche Situation, die ihm in seinem Leben widerfahren kann, vorzubereiten.
Deshalb liegt es in der Hand des neuen Besitzers die Sozialisierung seines Basenjiwelpen weiter zu führen!
Je mehr Dinge, Menschen, Tiere und Begebenheiten ein junger Basenji kennen lernt, desto besser wird er mit diesen im späteren Leben umgehen können.
Ein Basenjwelpe ist nie wieder so neugierig und mutig wie im Welpenalter, d.h. in der Zeit von der 8ten bis zur 20ten Lebenswoche. Der Welpe wird fremden Reizen und Situationen nie wieder so offen und unbefangen gegenübertreten, wie in den ersten Lebensmonaten! Alles, was der Welpe in diesem Alter kennen lernt ist für ihn normal und ungefährlich.
Man sollte aber stets darauf achten, dass alle Erfahrungen, die ein Basenjiwelpe sammelt positiver Natur sind.
Sozialisierung heißt nicht, den Basenjiwelpen unkontrolliert möglichst vielen Situationen auszusetzen!
Schlechte Erfahrungen in der Frühentwicklung sind immer fatal!

Ein Basenjiwelpe sollte von klein an daran gewöhnt werden, dass ihm sein Besitzer körperlich überlegen ist. Dafür muss die Welpenzeit genutzt werden! Man sollte den Welpen immer mal wieder (pro Tag 1x) im Spiel sanft, aber bestimmt auf den Rücken drehen. Zappelt der Welpe herum oder wehrt sich, sollte er sanft, aber bestimmt festgehalten werden, ohne dass beruhigend auf ihn eingeredet wird. Wenn er kurz ruhig liegen bleibt, dann sollte man ihn, mit einem kurzen Lob, wieder loslassen. Es bei der Haltung eines Urhundes sehr wichtig, von Anfang an ein souveräner und ruhiger Rudelführer zu sein!

Ein Basenjiwelpe wird, wenn er bei seinem Züchter positive Erfahrungen gemacht hat immer sehr neugierig und freundlich auf fremde Menschen zugehen, zum Beispiel beim Spaziergang. Hier ist es sehr wichtig – lassen Sie ihn! Vorausgesetzt natürlich, die betreffenden Personen zeigen auch Interesse an ihm! Auch wenn sie „eifersüchtig“ sind, dass ihr Welpe andere Menschen ebenso interessant findet, wie sie selber! Es ist  ganz wichtig, dass ein Welpe positive Erfahrungen mit Fremden macht! Basenjis werden mit zunehmendem Alter fremden Personen gegenüber immer zurückhaltender. Dem sollte man entgegenwirken, indem man ihn von klein auf an andere Menschen gewöhnt! Umso mehr sich ein Basenji im Welpenalter von fremden Personen anfassen lässt, und dies als normal empfindet, umso verträglicher wird er im Alter! Allerdings ist es auch wichtig, dass ein Basenjiwelpe nicht bedrängt wird und ihm Ausweichmöglichkeiten geboten werden!


Außerdem wird ein Basenjiwelpe in der Regel immer gerne zu anderen Hunden gehen, bzw mit ihnen spielen wollen. Hier sollte man allerdings immer eine gewisse Vorsicht walten lassen. Der Spruch – „Das ist ein Welpe, der hat Welpenschutz“ ist nicht richtig, bei keinem Hundewelpen! Welpenschutz gibt es nur im eigenen Rudel! Es gibt viele erwachsene Hunde, die überhaupt keine Lust auf Welpen haben, und dies möglicherweise auch auf aggressive Weise kundtun. Man sollte sich immer vorher beim Besitzer des jeweiligen Hundes erkundigen, ob sich dieser auch speziell mit Welpen versteht! Ich kenne mehr als einen Basenji/Hund, der als Welpe gebissen wurde, und durch diese schlechte Erfahrung unverträglich mit anderen Hunden geworden ist!
Wenn sich ein fremder Hund als welpenfreundlich erweist, ermöglichen sie ihrem Welpen ein Zusammentreffen! Soziale Kontakte zu anderen Hunden sind sehr wichtig, und ein Welpe muss lernen, dass es ranghöhere Hunde gibt, bzw dass er sich unterordnen muss!
Zur Sozialisierung mit anderen Hunden ist es immer sehr empfehlenswert, eine gute Hundeschule zu besuchen! Allerdings ist es auch hier nicht immer einfach, eine solche zu finden. In einer guten Hundeschule wird ohne Druck und mit positiver Bestärkung gearbeitet und auf rassetypische Unterschiede Rücksicht genommen. Außerdem sollte es spezielle Welpenspielgruppen geben! Hierbei ist darauf zu achten, dass das Welpenspiel kontrolliert stattfindet, d.h. dass ein zu wildes Welpenspiel oder Mobbing unterbunden wird! Eventuell ist es sogar sinnvoll, die Gruppen Anfangs nach Größe der Hunde zu trennen!
Es empfiehlt sich immer, bevor der Welpe ins Haus kommt, mehrere Hundeschule und deren Methoden anzuschauen!

Mit folgenden weiteren Situationen sollte ein Basenjiwelpe in den ersten Monaten noch konfrontiert werden, damit er gut sozialisiert wird:
Jogger/Radfahrer, Tierarzt, Körperkontrolle/Pflege, andere Tiere(Kühe, Schafe, Pferde, Katzen u.ä.), Verkehr, Geräuschquellen/Schreckreize, Aufzüge, verschiedene Bodenbeläge, Treppen, Restaurantbesuche, Dunkelheit, S-Bahn/U-Bahn/Busfahren, Gewöhnung an Wasser, Einkaufszentren/größere Menschenmengen.

Grundsätzlich gilt aber, dass man bei aller Notwendigkeit der Umweltsozialisierung den Welpen nicht überfordert! Kurze Gewöhnungszeiten von etwa 15-20 Minuten sind in der Regel ausreichend. Der Welpe sollte nicht gestresst und behutsam verschiedenen Situationen ausgesetzt werden! Keinesfalls sollten mehrere Situationen hintereinander geübt werden, damit der Welpe nicht reizüberflutet wird!
Der Besitzer sollte immer Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen – Stimmungsübertragung ist ein wichtiges Hilfsmittel!

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Thema Schlafen

Mehr als die Hälfte aller Hundehalter, und ich würde sagen, über 80% aller Basenjihalter lassen ihre Lieblinge im eigenen Bett schlafen.
Einer Studie zufolge, ist dies auch gesundheitlich unbedenklich, denn: "Ein geteiltes Bett erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung nicht!"
In freier Wildbahn schlafen junge Wölfe immer dicht beieinander. Dieses Kontaktliegen - wir kennen das auch von den Basenjiwelpen - sorgt für Sicherheit und Geborgenheit! Ein Überleben alleine, außerhalb des Rudels, wäre gefährlich. Diese angeborene Ur-Angst vor dem Verlassen-Werden steckt in jedem Hund. Selbst ausgewachsene Hunde sehen in ihrem Menschen immer den Ersatzvater/-mutter.
Dadurch ist es zu erklären, daß sie hartnäckig immer wieder versuchen, mit ihrem Rudel zusammen zu schlafen!
Man sollte dies immer bedenken, wenn man versucht ist, den Hund aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Wenn er schon nicht mit im Bett schlafen darf, so sollte zumindest sein Körbchen im Schlafzimmer, neben dem Bett stehen!
Außerdem lieben Basenjis die Wärme - sie schlafen in vielen Fällen gerne unter der Bettdecke!
Meine 3 Basenjimädels Iloua, Minouh & Youhli schlafen selbstverständlich bei mir im Bett, unter der Decke an meinen Füßen.
Durch die Wärme und Geborgenheit, die ihnen dadurch vermittelt wird, stehen sie auch erst zusammen mit mir auf.
Da wir - vor allem am Wochenende - Langschläfer sind, liegen sie auch bis um 11 oder 12 mit uns im Bett!

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Thema Bindung               

Bindung bezeichnet das Phänomen, dass ein Hund eine besonders enge soziale Beziehung zu seinem Menschen eingeht. Die Bindungsbereitschaft des Hundes ergibt sich aus der Trennung von seiner  Mutter und seinem natürlichen Bedürfnis nach Schutz.
Es ist die Aufgabe des Menschen, diesem Bedürfnis gerecht zu werden.
Er muss die Bedürfnisse des Hundes erkennen, entsprechend reagieren und dem Hund ein verlässlicher Partner sein
Hunde sind Rudeltiere und am liebsten mit ihrer Familie zusammen. Deshalb sollte man seinen Hund, wann immer es möglich ist, mitnehmen und bei sich haben!

Die Beschäftigung mit dem Hund ist eine Bereicherung, keine Verpflichtung!


Viele Probleme zwischen einem Basenji und seinem Besitzer beruhen auf einer mangelnden Bindung. Die Bindung ist aber ein lebensnotwendiges System.
Ohne die Sicherheit der Bindung an den Menschen hat ein Basenji ständig eine Fluchttendenz und gerät in einen Kreislauf aus Angst und Aggression. Nur eine sichere Bindung ermöglicht es dem Basenji, sich positiv mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Eine sichere Bindung stellt somit die Basis des Zusammenlebens mit dem Basenji dar.

Ein ausreichend beschäftigter Basenji ist ein zufriedener Basenji, dem kaum einfallen wird, sich "Ersatzbeschäftigungen" in Form von unerwünschtem Zerkauen von Schuhen, Abwickeln von Klopapierrollen und ähnlichem zu suchen. Schon vor diesem Hintergrund sollte man einen Basenji, soweit möglich, in alle Aktivitäten der Familie einbinden. Gleichzeitig kann so täglich die Erziehung verbessert werden. Eine gute Bindung zwischen Basenji und Mensch - die Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander - kann nicht erreicht werden, wenn der Basenji nicht am (Familien-)Leben teilnehmen darf!

Oft verlieren wir an Einfluss, sobald etwas Interessanteres geschieht und unser Rufen verhallt scheinbar ungehört. Man muss daran arbeiten, dass der Basenji freiwillig und gerne in unserem Einflussbereich bleibt!
Das ist bei einem Basenji nicht sehr einfach und es funktioniert bestimmt nicht mit Druck und Strafandrohung. Dies stresst beide Seiten und hat mit einer freudigen Bindung, einem Vertrauensverhältnis nichts zu tun!

Hieraus ergibt sich der Weg den man mit einem Basenji gehen muß.
Wir müssen uns und unsere Person positiv verknüpfen – weg vom Fütterer hin zu einer engen Bindung. Man sollte also jeglichen Kasernenton vergessen und den Basenji verbal und körpersprachlich motivieren!
Hohe, freudige Töne werden von allen Hunden aber auch von Menschen gleichermaßen motivierend empfunden. Spricht man mit seinem Basenji in der Tonlage, als ob man mit einem Baby sprechen würde, dann liegt man genau richtig. Frauen haben in dieser Hinsicht sicher einen großen Vorteil.

Körpersprachlich ist alles was klein macht, was sich vom Basenji entfernt als positiv zu werten. Man sollte es vermeiden, sich beim Rufen mit strenger, tiefer Stimme nach vorne oder über den Basenji zu beugen! Besser man dreht sich halb von ihm weg, oder geht ein bisschen in die Knie und ruft ihn mit hoher, motivierender Stimme – die Wirkung ist eine völlig andere.

Arbeitet man an der Bindung so sollte man jeglichen Druck, jegliche Strafe vermeiden. Ausschließlich positives Verhalten sollte belohnt werden. Man sollte sich interessant für den Basenji machen, dafür sorgen, dass man selber der Mittelpunkt der Welt für seinen Basenji ist! Man muß ihm zeigen, dass er die wirklich positiven Sachen nur erlebt, wenn er stets in ihrem Umkreis bleibt.

Die Bindung zwischen Mensch und Basenji funktioniert oft nicht so, wie man es hofft, und wie fast immer liegt das Problem an unserem Ende der Leine. Wir erwarten von unseren Basenjis, sich auf uns Menschen einzustellen, sind aber trotz unserer Intelligenz nicht in der Lage, uns auf normale hundliche Verhaltensweisen einzustellen! Wie soll es ein Basenji dann schaffen, sich auf uns einzustellen? Hunde untereinander halten ständig Blick- und Körperkontakt – dies stärkt und festigt die Bindung untereinander. Suchen Basenjis jedoch den Blickkontakt mit uns, so bemerken wir dies nicht einmal, und erziehen ihm damit dieses, für die Bindung essenziell notwendige Verhalten ab.

Auch die vielen, scheinbar zufälligen Kontaktberührungen, wenn unser Basenji an uns vorbeigeht nehmen wir nicht wahr und ignorieren diese. Die Bindung wird also von uns selbst mehr und mehr gelöst, ja der letzte Rest wird zerstört, wenn wir schimpfen, wenn der Hund erst nach dem 10. Rufen zu uns kommt. Hunde können nur 0,5 bis 1 Sekunde Ursache und Wirkung verknüpfen. Schimpfen wir in einer solchen Situation bezieht der Basenji dies nicht auf die neun Male bei denen er nicht kam, sondern er lernt: „ Wenn ich zurückkomme kann es unter Umständen Ärger geben “.Das Lernziel welches aber für eine gute Bindung angestrebt werden sollte ist folgendes: „ Wenn ich zurückkomme geschieht mir nichts Böses, ich habe Sicherheit und die tollsten Abenteuer erlebe ich ohnehin nur mit Herrchen.“

Eine schlechte Bindung fast immer vom Menschen gemacht!

Man muß die Bindung zwischen Mensch und Basenji verstärken, indem man auf die Signale des Basenjis achtet! Ignorieren sie diese nicht, sondern belohnen ihn für seine angeborenen Bindungssignale. Läuft der Basenji voraus und dreht sich um, dann halten sie ihm ein Leckerli hin und loben sie ihn, wenn er dann zu ihnen kommt. Der Hund wird sich mehr und mehr nach ihnen umdrehen. Nach einer gewissen Zeit sollte man die Gabe von Leckerlis dann reduzieren um auf eine variable Verstärkung dieses Verhaltens zu wechseln. Es ist erwiesen, dass Lerneffekte bei Hunden mittels variabler Verstärkung intensiver sind, als wenn die Belohnung verlässlich und immer kommt. Die Belohnung verliert sonst zunehmend an Reiz. Man kann auch wenn der Basenji abgelenkt ist einfach kommentarlos die Richtung wechseln. Sieht der Basenji einen dann an und kommt, dann wird er gelobt und mit Leckerli belohnt.

Was man jedoch niemals machen sollten ist sich einfach zu verstecken! Statt einer gefestigten, auf Vertrauen basierten Bindung schafft man Misstrauen und Kontroll- statt Kontaktblicke. Mit einem Kleinkind würde man dies auch nicht machen, denn es zerstört eine vertrauensvolle Bindung eher als das es sie stärkt.
Berühren sie den Basenji im Vorbeigehen so wie er sie berührt und wie es unter Hunden üblich ist um die Zusammengehörigkeit zu stärken. Kommt er zu ihnen, so belohnen sie ihn mit Streicheln, drängen sie sich nicht auf und streicheln sie ihn nicht überall, gönnen sie ihm dies nur wenn er Ihre Nähe sucht!

 

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